2011.10.26. – Leben und Tod am Wasserloch

An einem Wasserloch spielt sich hier das pralle Leben ab – aber nicht immer. Das mussten wir auf unserer heutigen Wasserloch-Beobachtungsfahrt wieder einmal erkennen.

Beim der ersten Wasserstelle lagerte ein Löwenpaar, dass faul in der Sonne lag. Plötzlich erhoben sich beide, gingen ein paar Schritte Richtung der wartenden Touristen und dann legte sich die Löwin hin und der Löwe beglückte sie vor aller Augen – wenn auch nur für ein paar Sekunden. Doch das sollte nicht das einzige Mal bleiben. In einer Stunden fünf Mal, allerdings immer nur für ganz kurze Zeit.

Zwischendurch wurde getrunken, geruht, Körperpflege betrieben oder nur einfach faul herumgelegen.

Das nächste Wasserloch hatte eine böse Überraschung für uns. Unmittelbar neben dem Wasserloch sahen wir den toten Körper eines Nashorns. Verantwortlich für seinen Tod sind höchstwahrscheinlich Wilderer, da man deutlich sehen konnte, dass die beiden Hörner entfernt wurden.

Umso erfreulicher waren die Besuche bei den nächsten Wasserstellen. Hauptsächlich Giraffen waren hier zu finden. Wie immer ein grandioses Schauspiel, wenn diese riesigen Tiere beim Trinken versuchen die Beine so zu stellen, dass sie nicht umfallen.

Die Fahrt ging dann gegen Abend aus dem Etosha- Nationalpark hinaus zu unserer nächten Unterkunft, dem Mushara-Bushcamp. Da richtige Namibiaurlauber mindestens einmal im Zelt schlafen sollen, haben wir uns hier eines gemietet. Und was für ein Zelt. Ein großes Zimmer mit Doppelbett und Stauraum – mit Wänden aus Zeltplanen. Anschließend noch Duschecke und separates WC – allerdings gemauert. Das ganze nennt sich zwar Zelt, ist aber eher ein Haus mit Zeltplanwänden.

Nach einem ausgezeichneten Abendessen in ruhiger Atmosphäre gingen wir wieder einmal total müde ins Bett.

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2011.10.25. – Weiße Elefanten

Georg Danzer träumte von weißen Pferden – wir haben weiße Elefanten wahrhaftig gesehen. Laut Information der Naturparkbehörde gibt es hier in Namibia nur mehr fünf Stück davon. Und sechs davon haben wir heute gesehen. Es war schon später Nachmittag als wir am letzten Wasserloch vor unserem Camp ankamen.

Weit und breit war kein Auto und kein Mensch zu sehen, als wir die letzten Meter zum Wasserloch fuhren. Da standen sie nun: sechs Exemplare einer fast ausgestorbenen Gattung. Und alles waren Bullen, was sie auch gelegentlich voller Stolz zeigten bzw. von sich runter hängen ließen.

Über eine Stunde saßen wir im Auto, filmten, fotografierten und schauten wie sich diese weißen Riesen bewegten oder auch nicht. Meist standen sie nur starr herum, bewegten sich nur selten, aber dafür waren sie schön weiß. Und wer so schön ist braucht eben nichts anderes zu tut. Manchmal kam doch noch ein wenig Bewegung in die Gruppe wenn eines der Tiere aus der Bewegungsstarre erwachte, einen kurzen Schluck aus dem Wasserloch mit seinem Rüssel saugte und dann das Wasser in seinen Mund oder auf die anderen Artgenossen verspritze.

Allmählich ging die Sonne unter und die Show am Wasserloch war vorbei. In verschiedenen Richtungen gingen sie davon und waren bald nur mehr als weißer Punkt in der Landschaft zu sehen.

Ach und noch etwas: bei dieser Geschichte ist die Fantasie mit uns etwas durchgegangen. Natürlich gibt es Namibia keine weißen Elefanten, weder fünf noch sechs Stück. Und das man allein als Besucher an einem Wasserloch ist an dem sich Tiere aufhalten ist auch ein Märchen. Im Gegenteil. Meist drängen sich die Autos um ja den besten Platz zum Beobachten zu bekommen.

Der Rest der Geschichte stimmt und die weiße Farbe der Tiere stammt von dem Kalk der als feiner Staub rund um dieses Wasserloch liegt und mit dem sich die Tiere gerne selbst mit dem Rüssel anstauben.

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2011.10.25. – Sieben auf einen Streich!

Schon vor 6:00 Uhr wurden wir wach und unser zweiter Weg führte uns zum nahegelegenen Wasserloch. Leider scheinen die Tiere hier Langschläfer zu sein, denn keines ließ sich sehen. Also wieder zurück ins Zimmer, Morgentoilette und dann zum Frühstück. Dort ging es, ebenso wie beim gestrigen und heutigen Abendessen, recht munter zu. Gedränge, Lärm, Hektik – genau jene Dinge die wir in letzter Zeit auf unseren Gästefarmen überhaupt nicht hatten, und die uns jetzt Kopf- und Bauchschmerzen verursachen.

Apropos Bauchschmerzen: Wie schon geschrieben haben unsere Gedärme irgendetwas nicht richtig vertragen. Auch das tagelange Schlucken von Bioflorin brachte keine Besserung. Ein einheimischer Guide erzählte uns dann etwas über den ‚Schmetterlingsbaum‘ und dass seine dem Schmetterling ähnlichen Blätter bei Bauchschmerzen helfen. Bioflorin daher abgesetzt und zwei Tage hintereinander je zwei Blätter gegessen und schon waren die Gedärme und wir wieder in Ordnung.

Gleich nach dem Frühstück brachen wir mit dem Auto zu einer kleinen Rundfahrt durch den Etosha Nationalpark auf. Von Wasserloch zu Wasserloch führte unsere Fahrt – mit unterschiedlichem Erfolg.

Mal war gar nichts los, mal nur ein paar Vögel, denn gleich eine ganze Zebraherde, oder Giraffen die sich beim Trinken fast die Beine brechen, immer wieder Springböcke, Oryx, Kudus und, als Höhepunkt des heutigen Tages, eine Löwenfamilie.

Sieben Löwen auf einen Platz haben wir dann gesehen. Ein paar Autos die dort geballt herumstanden zeigten uns, dass hier etwas Besonderes sein muss. Wir erkannten im Schatten eines Busches den Löwen und etwas abseits, ebenfalls unter Büschen, zwei Dreiergruppen mit Löwinnen.

Viel Action gab es nicht. Zu heiß war das Wetter und zu faul waren die Tiere. Manchmal erhob sich dann doch die eine oder andere Löwin, wanderte etwas auf und ab um sich dann gleich wieder im Schatten des nächsten Busches zur Ruhe zu begeben. Die einzige Bewegung des Herrn Löwen bestand darin, alle halbe Stunde den Kopf zu heben um zu überprüfen ob noch alle Löwinnen vorzählig vorhanden sind.

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2011.10.24. – 4 aus 5

Heute ging es von unserer Gastfarm ‚Klein-Lichtenstein‘ zum ersten Mal in den Etosha-Nationalpark. Die ca. 300 Km bis zu unserem Etoshacamp ‚Okaukuejo‘ waren kein Problem, da wir fast nur auf Asphaltstraßen fahren konnten.

Gleich nachdem wir das Eintrittstor zum Etosha passiert hatten, fuhren wir zum nahe gelegen Wasserloch und sahen dort außer einer Herde Zebras ein Nashorn. Einige Zeit konnten wir es unserem Weg entlang begleiten, bis es dann im Gebüsch verschwand.

Wir meldeten uns anschließend in unserem Camp und bekamen ein Zimmer mit Bad/WC in einem Bungalow zugewiesen. Das Zimmer ist zwar kleiner als wir bisher gewohnt waren, das Bad/WC ist geräumig und alles ist sehr nett und stilvoll eingerichtet. Leider ist bei der Buchung ein Fehler passiert, sodass wir nun Zimmer mit Frühstück und Abendessen bekommen, obwohl wir das Abendessen gar nicht bestellt haben. Da eine Buchungskorrektur zu umständlich ist, fügen wir uns und erfreuen uns am guten, und nun für uns kostenlosen, abendlichen Buffet.

Kaum 30 Meter von unserem Bungalow entfernt gibt es ein beleuchtetes Wasserloch. Das mussten wir natürlich gleich Besuchen und sahen darin unseren ersten Elefanten.

Nach dem Bezug des Zimmers ging es wieder weiter und wir besuchten einige Wasserlöcher in der Nähe unseres Camps. Unsere Ausbeute konnte sich sehen lassen. Impalas, Zebras, Giraffen, Büffel und sogar drei Löwen. Damit haben wir gleich vier der ‚Big Five‘ am ersten Tag gesehen – nur der Leopard fehlt uns noch.

Für etwas Action sorgten die drei Löwen. Sie lagen faul bei einem Wasserloch herum ohne öfters zu trinken. Aufgrund ihrer Anwesenheit trauten sich keine anderen Tiere zu dem Wasserloch. Stundenlang standen die anderen Tiere in Warteposition. Endlich trauten sich zwei Giraffen ans Wasserloch und fingen an zu trinken. Kaum hatten sie ein paar Schlucke gemacht, erhob sich einer der Löwen, pfauchte in Richtung der Giraffen, worauf diese gleich um einige Meter vom Wasser zurückwichen. Als sich jedoch der Löwe wieder hingelegt hatte, kamen die Giraffen wieder und das Spiel ging von vorne los.

Nun drängte aber schon die Zeit, da wir vor 19:00 im Camp sein mussten (sonst gibt es empfindliche Geldstrafe). An unserem Camp-Wasserloch war jetzt eine kleine Elefantenherde und ein paar Zebras. Wir konnten nur kurz beobachten, da schon die Dusche und das (kostenloseJ) Abendessen wartete.

Nach dem Essen war auch am Wasserloch nichts los. Jedoch gegen 22:00 schauten wir nochmals hin und da waren einige Elefanten, einige Giraffen, bis zu sechs Nashörner in und um das Wasser. Einige Zeit beobachteten wir das leise, träge Treiben und erfreuten uns an der Vielzahl von Tieren am Wasserloch.

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2011.10.23. – Geparden zahm und wild

Nach dem Besuch des Himbadorfes gönnten wir uns in einem Internetkaffee eine ausgedehnte Ruhepause. Anschließend fuhren wir zu einer nahegelegenen Farm auf der es zwei Gruppen von Geparden gibt, zahme und freilebende.

Ca. 20 Personen fanden sich zur Gepardentour ein. Zuerst ging es zum Farmhaus, wo schon Georg, der Mitbesitzer, und seine vier zahmen Geparden auf uns warteten. Wir konnten die Tiere streicheln und sie ausgiebig fotografieren. Danach ging es hinter das Haus, wo Georg den Geparden das Fell bürstete und ihnen dann jedem ein zwei Kilo schweres Stück Fleisch zum Abendessen hinwarf.

Danach kamen die lieben Großkatzen zu den Besuchern und leckten ihnen inbrünstig die nackten Hautstellen an Händen und Füßen ab. Faul legten sie sich auch in die Wiese, ließen sich von den Touristen ausgiebig streicheln und schnurrten dabei wie unsere Hauskatzen.

Ein nettes Erlebnis diese schönen Tiere so hautnah erleben zu können.

Aber schon wartete unser nächster Programmpunkt. Georg verlud uns Touristen auf seinen Pickup und den dazugehörigen Anhänger. Wo ansonsten Rinder, Schafe und anderes Getier transportiert wurden, standen nun wir zahlende Besucher und ließen uns auf Grund der holprigen Straßen ordentlich durchbeuteln.

Es ging zu einem nicht weit entfernten Gehege in dem acht frei lebende Geparden zu sehen sein sollen. Eine Weile wurden wir so dahingerüttelt bis aus dem Dickicht schon die ersten Geparden kamen und neben unserem Auto herliefen. Schließlich waren es vier Geparden die uns eskortierten. Georg hielt nun an, stieg vorsichtig, mit einem Stock bewaffnet aus dem Auto und warf Brocken von Fleisch in die Luft. Diese wurden natürlich unter heftigem Streit gefangen und vom Sieger in die Büsche gezerrt und dort sofort gefressen.

Als jeder Gepard sein Stück Fleisch hatte, setzen wir unsere Fahrt fort und trafen bald die nächste Gruppe der Großkatzen. Wieder hielt Georg, verteilte sein Fleisch, dass sich die Tiere mit wildem Gerangel und Pfauchen untereinander aufteilten.

Nachdem uns Georg bei unseren Autos wieder ablud fuhren wir flott nach Hause, da auf unserer Gastfarm schon ein leckeres Abendessen auf uns wartete.

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2011.10.23. – Sein Fett abbekommen macht schön

Unsere erste Station heute war wieder ein Schaudorf. Und zwar jenes Himbas. Nicht weit von unserem Quartier entfernt (‚nur‘ ca. 60 Km) gelegen, hatten wir für die 10-Uhr-Führung schon über Internet gebucht. Wir erreichten das Dorf aber schon eine halbe Stunde vorher und sahen auch schon einen HDT (Hummeldummtransporter = Touristenbus J). Entgegen unserer Befürchtung nun die Führung mit einer ganzen Busbesatzung machen zu müssen, kam ein Himba-Guide und machte mit uns alleine die Führung.

Wir konnten den Himbas beim kochen, schnitzen und bei der Buttererzeugung zusehen. In einer Hütte demonstrierte uns eine Himba die tägliche Reinigungszeremonie der Himbafrauen: zuerst halten sie sich über Dampf damit sie schwitzen und die Haut dadurch rein wird. Anschließend cremen sie den Körper mit einer Paste aus Butterfett und Ocker (gibt einen eigenen Duft bei dieser Hitze) ein und sind dadurch gegen die Sonnen geschützt, sauber und faltenfrei. Und dies alles ohne Wasser, denn Wasser soll nicht mit Waschen vergeudet werden. Allerdings dauert diese Säuberungsaktion jeden Tag ca. vier Stunden. Dafür hat dann der Himba-Mann eine rötlich eingefärbte, faltenfreie Frau. Aber vielleicht ist anderen Männern eine Frau mit Falten lieber, die dafür aber nicht nach ranzigem Fett riecht.

Himbas erkannt man ganz leicht an den vier fehlenden unteren Vorderzähnen. Diese werden dem Besitzer im Alter von 14 Jahren am Dorfplatzlagerfeuer unter Anteilnahme der ganzen Dorfbevölkerung entfernt. Und zwar mit ganz einfachen Mitteln. Ein Stock wird nacheinander an jeden der vier unteren Vorderzähne angesetzt, dann jeweils ein kräftiger Schlag mit einem Stein auf diesen Stock und schon haben sich die Zähne von ihrem angestammten Platz entfernt.

Diese nun entstandene Zahnlücke dient erstens der besseren Aussprache gewisser Laute der Himbasprache und gilt zweitens als Schönheitssymbol.

Jedenfalls waren es ein paar lehrreiche und interessante Stunden die wir in dem Himbadorf verbringen konnten.

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2011.10.22. – fast verschätzt

Nach gutem Frühstück und herzlicher Verabschiedung von der Omburu-Ost-Ranch machten wir uns auf den weiten Weg über ca. 350 Km nur Farm Klein-Lichtenstein.

Anfangs ging auf Grund der guten Pistenverhältnisse die Fahrt auch zügig voran. Wir legten daher einen Stopp bei den ‚Versteinerten Bäumen‘ ein und ließen uns bei einer Führung erklären, dass hier von Millionen von Jahren Bäume angeschwemmt wurden dann im Fels eingeschlossen wurden und schließlich haben Mineralien den Platz des Holzen ein- und seine Struktur angenommen.

Ein Stück vorher besuchten wir noch einen kleinen Canyon dessen komische Form der Steine an Orgelpfeifen erinnert.

Weiter ging es und plötzlich wurden die Straßen im schlechter. An die 150 Km fuhren wir so mit 30-40 KmH dahin wurden dabei kräftig durchgebeutelt. Jetzt kamen wir etwas in Zeitnot, denn wir wollten unbedingt noch vor Einbruch der Finsternis in unserem neuen Quartier sein.

Nun kam uns noch ein 1.500 m hoher Pass dazwischen, der ebenfalls kein höheres Tempo zuließ.

Endlich am Pass angelangt ging es aber dann auf immer besser werdenden Pisten dem Ziel entgegen.

Knapp vor 19:00 hatten wir endlich Klein-Lichtenstein erreicht. Manfred, der Besitzer, erwartete uns schon besorgt am Ranchtor. Müde und abgekämpft fielen wir nach einem guten Abendessen ins Bett.

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2011.19.21 – Elefantenpfad

Für heute haben wir einen Ruhetag eingeplant. Ein gutes Frühstück, ein wenig relaxen und dann eine zweistündige Farmfahrt mit dem Hausherrn Hendrik die über dreieinhalb Stunden dauerte.

Dabei trafen wir leider auf keine wilden Tiere außer ein paar Affen, jedoch sahen wir wieder einige Felszeichnungen deren Alter auf um die sechstausend Jahre geschätzt wird.

Weiters sahen wir jede Menge relativ frischen Elefantenkot, der von einer ca. 30 köpfigen Herde stammte, die momentan auf den Farmen herum zieht und Zäune umreißt und die Trinkstellen der Rinder ramponiert. Plötzlich bremst Hendrik scharf ab, legt den Retourgang ein und setzt in rasender Fahrt zurück. Er hatte im Gebüsch rechts ein paar Elefanten gesehen, die offensichtlich unseren Weg kreuzen wollten. In einer solchen Situation ist es besser den grauen Riesen den Vortritt zu lassen und ihnen den Weg nicht zu versperren.

Den Nachmittag verbrachten wir am Mini-Pool. Eine Jugendfreundin von Steffie samt deren Freund waren gerade angekommen und da gab es viel zu erzählen.

Abends grillte Hendrik Würstchen, Hendl und Oryx und wir hatten wieder ein leckeres Abendessen. Dass danach wieder endlos gequatscht wurde versteht sich von selbst.

Auf jeden Fall tut es uns sehr leid dass wir morgen wieder weiter fahren müssen. Die Omburu-Ost Farm hier ist ein besonders schöner Teil Namibias und erhält durch die Besitzer noch eine sehr persönliche Note, was uns den Aufenthalt hier so angenehm gemacht hat.

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2011.10.20. – Fingerzeig

Heute hatten wir wieder einen langen Fahrtag. Von der Ameib-Ranch zur Omburu-Ost-Ranch über 340 Km. Glücklicherweise waren diese Pisten wirklich fantastisch ausgebaut, sodass wir rasch und ohne Komplikationen voran kamen.

War es die zwei Tage auf der Ameib recht kühl so änderte sich das Wetter und es wurde heiß. Da die Klimaanlage tadellos funktionierte störte uns das wenig. Ein kurzer Tankstopp war die einzige Pause die wir uns gönnten.

Einige Kilometer vor unserem Tagesziel besuchten wir die ‚Fingerklippe‘. Ein einzelner Felsen der wie ein Finger in den Himmel ragt. Vom Parkplatz konnten wir den Felsen in fünf schweißtreibenden Minuten erreichen. Eine herrliche Aussicht bot sich uns von dort oben. Es sah teilweise wie im amerikanischen Monument Valley aus.

Kurze Zeit später erreichten wir die Omburu-Ost-Ranch. Steffie, die Hausfrau, erwartete uns schon vor dem Haus, zeigt uns das Zimmer und servierte auf der Terrasse Kaffee und Kuchen. Unser Zimmer besteht aus einem riesen Zimmer mit Ehebett, Schrank und Sekretär, einem zweiten Zimmer mit zwei Einzelbetten und einem großen Bad/WC mit geräumiger Duschecke.

Nach dem Kaffee saßen wir am Beckenrand des kleinen Pools und ließen Füße und die Seele baumeln. Am Abend gab es ein vorzügliches Essen und mit Hendrik, dem Hausherrn, Steffie und deren Eltern, sowie Erfahrungsaustausch über pferdenärrische Töchter die ins Ausland heiraten.

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2011.10.19. – SAN-Day

Wir wissen, dass heute Mittwoch ist, aber der Titel bezieht sich auch nicht auf den Wochentag in irgendeiner Sprache, sondern wir verbrachten ein paar Stunden bei den SAN. Die SAN (normaler weise bezeichnet man sie als ‚Buschmänner‘) Leben üblicherweise in der Kalahari und behalten auch heute noch weitgehend ihre ursprüngliche Lebensform hat.

In der Nähe unserer Farm betreiben sie in Zusammenarbeit mit einer anderen Farm ein Schaudorf.

Eine Großfamilie der SAN – im Moment 10 Erwachsene und 9 Kleinkinder –wohnt abwechselnd in diesem Dorf um Touristen ihr Dasein näherzubringen.

Wie kritisch man auch immer solchen zur Schau Stellungen von Menschen gegenüber steht, dieses Projekt sichert vielen SAN die Grundausstattung für Bildung und medizinischer Versorgung.

Für die ca. 100 Km bis zum SAN-Dorf (ja ‚in der Nähe‘ hat in Namibia eine etwas andere Dimension) fuhren wir auf sehr gut ausgebauten Pisten knapp 1 ½ Stunden. Am Parkplatz empfing uns Johannes und stellte sich als unser heutiger Tourguide vor. Dann holte der den ‚Boss‘ (dass ist der beste Jäger im Dorf) und mit ihm und einem 12-jährigen Jungen (ab diesem Alter dürfen sie mit zum Jagen gehen) begannen wir den ‚Bushwalk‘. Über eine Stunde führten sie uns rund um ihr Dorf und zeigten uns verschiede Tierspuren und deren Ausscheidungen, Wasserlöcher, Wohnhöhlen, Pflanzen und natürlich wie man Feuer macht und Fallen stellt.

Auch einige Felszeichnungen bekamen wir zu Sehen. Diese waren die Kommunikationszentralen der damaligen Zeit. Tierspuren aufgezeichnet, signalisierten dem nächsten Jäger welche Tiere es hier zu erjagen gab. Menschen mit Körben auf dem Kopf aufgezeichnet, zeigten den Nachfolgenden, dass der aktuelle Stamm das Gebiet nun verlassen hat und sein Jagdgebiet für den nächsten Stamm freigibt.

Zurück im Dorf hatten sich mittlerweile alle Bewohner auf dem ‚Dorfplatz‘ eingefunden. Sie zeigten uns wie sie Schmuck und Seile herstellt.

Dann kam der ‚Showact‘. Ein paar Lieder wurden angestimmt und dazu getanzt. Anschließend meinten sie, sie hätten nicht gut getanzt, da sie diese Tänze sonst nur in der Nacht und in ihrer gewohnten Umgebung wirklich gut ausführen können.

Wir verabschiedeten uns und fuhren zurück auf unsere Farm wo wir die Zeit bis zum Abendessen damit verbrachten uns ausgiebig auszuruhen.

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