2011.20.31. – Flug Johannesburg nach München

Nun saßen wir am Gate und warteten bis wir den zweiten unserer drei Flüge Richtung Heimat antreten konnten. Wir hatten noch eine knappe Stunde bis zum Aufruf unseres Fluges Zeit. Zuerst wollten wir in die Diners-Lounge, aber die war zu weit weg und das hin- und herlaufen zwischen Gate und Lounge hätte die Zeit zu einem erholsamen Aufenthalt in der Lounge zu kurz werden lassen. So vertrieben wir uns die Zeit mit Handy-Spielen und dem Beobachten von Menschen. Besonders wunderten wir uns darüber, dass an zwei benachbarten Gates die Passagiere, obwohl sie ja bereits Pass- und Sicherheitscheck hinter sich hatten, jeder einzeln ziemlich intensiv durchsucht wurden und auch jedes Handgepäck wurde nochmals ausführlich manuell kontrolliert. Als wir die Zielorte der an den zwei Gates wartenden Menschen hörten, waren wir nicht mehr verwundert – es waren New York und Washington. Alles ist möglich bei den Ami’s.

Genau nach Plan wurde unser Flug aufgerufen und als wir in der Maschine zu unseren Plätzen kamen war die Enttäuschung groß. Obwohl wir einen Platz am Fenster gebucht hatten, saßen wir nun in der Vierersitzreihe in der Mitte. Wir saßen zwar zusammen hatten aber zum Gang je einen Nachbarn. Dies wollten wir unbedingt verhindern, da es die ohnehin sehr beschränkte Bewegungsmöglichkein in einem Flugzeug noch weiter einschränkt. Das folgende Essen, Rindfleisch mit Kartoffelpüree für Edith und Hühner-Pasta für Franz entschädigten etwas.

Mittlerweise waren die ersten zweieinhalb Flugstunden der geplanten 10 3/4 Stunden vergangen und die meisten Passagiere schliefen bereits. Einige sahen sich auf den mitgebrachten Laptops

Filme an, andere nutzten das Entertainmentsystem des Flugzeuges zum spielen, Filme ansehen oder Musik hören und mindestens einer schrieb sogar die fehlenden Einträge zu seinem Blog.

Auch die restlichen Stunden vergingen irgendwie und ca. zwei Stunden vor der Landung in München gab es Frühstück: Eierspeis mit Speck, Obstsalat, Kipferl, Butter und Marmelade.

Nach einer sanften Landung ging auch dieser ebensolche Flug zu Ende – und das noch etwas vor der geplanten Ankunftszeit.

Nach einer langen Wanderung durch scheinbar endlose Gänge kamen wir zur Passkontrolle. Zwei Minuten Wartezeit und eine Minute Kontrolle und schon waren wir durch. Um die Ecke war gleich die

Sicherheitskontrolle für unseren Weiterflug. Ein davor positionierter Mann vom Bodenpersonal fragte uns nach unserem Flugziel. Dann deutete er auf unser Extrasackerl mit Schnaps und Marmelade

aus dem Windhuker Duty-Free und meinte: "einchecken oder wegschmeißen". Wir erklärten ihm, dass wir die Waren in einem Duty-Free gekauft haben und das Sackerl noch original verschlossen ist.

Worauf er trocken meinte, dass dies für den EU-Raum zwar ok wäre, aber außerhalb der EU gilt diese Regelung nicht. Wir packten unsere zwei Rucksäcke, die wir als Handgepäck mit haben so um, dass in

einem Rucksack nun alles drinnen war (als Handgepäck) und in den zweiten packten wir die Windhuk-Sachen. Dann ging es zum Check-In. Ein bisschen vorgedrängt und schon standen wir vor einer netten Dame die unsere Daten eingab. Daraufhin meinte sie, dass wir bereits jeder ein Gepäckstück aufgegeben haben und jedes weitere Stück 50 Euro kostet. Das war uns dann doch zu viel und wir versuchten uns durch die Sicherheitsschleuse zu schwindeln. Wir legten alles auf das Förderband und wurden gefragt ob wir Flüssigkeiten dabei hätten. Wahrheitsgemäß antworteten wir, dass wir eben Getränke und Marmelade im Duty-Free gekauft hätten. Und schon passierte der Rucksack diese Hürde. Dann passierte der Rucksack die Röntgenkontrolle und diese Dame fragte das gleiche und wir antworteten das gleiche. Auch sie ließ den Rucksack passieren, deutete aber einer Kollegin sich das Gepäckstück nochmals anzusehen. Diese Dame öffnete den Rucksack sah sich den Inhalt und die Herkunft des Sackerls an und fragte: ‚einchecken?‘, wir: ’nein‘, sie ‚also wegschmeißen!‘. Drehte sich um nahm unsere Sachen und warf sie routiniert und achtlos in einen Mülleimer. Verdattert und grantig (auf die EU und uns selber) schlichen wir davon und beweinten innerlich die verlorenen Sachen.

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