2011.10.29. – Wilde Straßen, wilde Katzen

Die Fahrt nach Düsternbrook verlief vorerst ganz gut. Erst als wir von der Hauptstraße auf die Piste zur Farm einbogen ging es los. Zuerst war die Piste noch einiger Maßen gut doch schon bald gab es immer wieder größere Schlaglöcher.

Ob das jetzt die ganzen 18 Km bis zum Farmhaus so weitergeht? Nein! Denn die Piste wurde immer schlimmer. Die großen und heftigen Regenmengen der Regenzeit haben deutliche Spuren hinterlassen. Steine wurden ausgewaschen und lagen nur halbverdeckt im Sand herum, tiefe Quer- und Längsspuren und immer wieder tiefe Löcher erschwerten das Weiterkommen. Dreimal mussten wir durch kleinere, knietiefe Wasserläufe furten. Endlich erreichten wir und das Auto unbeschädigt die Farm.

Auf der Farm wollten wir nicht übernachten, sondern an der täglichen Leopardenfütterung teilnehmen. An der Rezeption erledigten wir die Anmeldung und bekamen sogar noch das Passwort für den WLAN-Zugriff. Da wir noch etwas Zeit hatten, wurden Emails abgerufen und der Blog ergänzt.

Nun kamen drei Jeeps und die Touristenmeute nahm Platz und schon ging es in das nahe gelegene, einige Hektar große, Leopardengehege. Kurz nach dem Eingang sahen wir schon den Leoparden unter einem Baum liegen. Unser Fahrer stoppte unter einem Baum, legte Fleisch auf einen der Äste und beeilte sich wieder schnell ins Auto zu kommen. Bald darauf erhob sich der Leopard, kam schnell zum Baum und kletterte flink zum Futterplatz hinauf. Dort verschlag er rasch die kleinen Fleischstücke und hüpfte dann gewandt wieder vom Baum herunter. Immer wieder warf der Fahrer dem Leoparden

Fleischbocken zu. Die wurden immer geschickt gefangen und gierig verzehrt. Und das alles kaum fünf Meter von unseren Autos entfernt. Ein tolles Gefühl einem so prächtigen Tier so nahe sein zu können.

Weiter ging es ins nächste Gehege wo schon zwei Geparden auf ihr Futter warteten. Diese waren, im Gegensatz zum Leoparden, nicht wild, sondern konnten vom Fahrer gestreichelt werden. Auch diese Katzen bekamen Fleisch zugeworfen, dass sie elegant auffingen und sofort verschlangen. Auch wenn es nun schon die dritte Gepardenfütterung war die wir hier in Namibia gesehen haben, es fasziniert uns immer wieder diese eleganten Tiere so hautnah zu sehen.

Nach dieser tierischen Angelegenheit ging es zuerst wieder über die abenteuerliche Farmpiste, dann auf Asphalt zu unserm letzten Quartier, zur ‚Immanuel Wilderness Lodge‘. Ein kurzer Rundgang durch die gepflegte Anlage, Bezug der etwas kleinen, aber sehr geschmackvoll in afrikanischem Stil eingerichteten Wohneinheit, Dusche und ein exzellentes Abendessen und schon war auch dieser Tag viel zu schnell vorbei.

Dies ist jetzt unsere letzte Station und unsere Stimmung ist nicht gerade am Höhepunkt. Wir hätten kein Problem noch einige Zeit in diesem Land zu verbringen.

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