2011.10.27. – Wasser, Meteorit und Feuer

Heute war wieder ein heftiger Standortwechsel angesagt. Von unserem ‚Zeltlager‘ knapp außerhalb des Etosha-Nationalparks hatten wir um die 400 Km zur ‚Weavers Rock Guestfarm‘ nahe des Waterberges zurückzulegen.

Da diese Strecke fast durchgehend asphaltiert ist, kamen wir auch rasch voran. Zwischendurch legten wir aber auch Stopps ein.

Der erste war knapp vor Tsumeb. Dort besichtigten wir einen kleinen See, den Lake Otjikoto (=tiefes Loch). Der ist deshalb interessant, weil er in grauer Vorzeit ein Höhlensee war bis die Decke der Höhle einstürzte und der See nun plötzlich frei lag. Außerdem liegen auf dem Grund des See’s (immerhin um die 70-100 Meter) etliche Kanonen, die von den ehemaligen deutschen Besatzern versenkt wurden. Weiters soll daneben auch ein Behälter mit Wertgegenständen auf dem Seegrund liegen – Toplitzsee läßt grüßen!

Danach folgte ein kleiner Spaziergang durch Tsumeb wo wir ein Paar trafen mit den wir auf der Farm Kannan gewohnt haben und die wir dann am Sossusvlei wieder getroffen hatten.

Bei Kaffee und Kuchen wurden Neuigkeiten ausgetauscht, bis wir feststellten, dass wir heute wieder im selben Quartier übernachten werden.

Den zweiten Aufenthalt machten wir in Groot Fontein. Etwas außerhalb der Ortschaft liegt auf einem kleinen, gepflegten Areal der schwerste (oder Zweit-, oder Drittschwerste – darüber gibt es

unterschiedliche Auskünfte) Meteorit -mit über 50 Tonnen – der je auf der Erde gefunden wurde. Einen Meter hoch und drei Meter lang ist dieser Gruß aus dem Weltall, der hier auf der Farm Hoba-West (darum heißt er auch Hoba-Meteorit) in den Zwanziger-Jahren entdeckt wurde.

Knapp vor 18:00 erreichten wir die Weavers Rock Guestfarm. Auf einem abenteuerlichen Weg erreichten wir nach der Anmeldung eine kleine Anhöhe auf der zwei eher unscheinbare Doppelhäuser stehen. Als wir nun unsere Wohneinheit betraten staunten wir nicht schlecht. Wieder ein großes Zimmer, ansprechender Nassraum mit großer Dusche.

Die Wohneinheit ist mit einer kleinen Terrasse ausgestattet, von der wir nicht nur den Sonnenuntergang sondern auch mehrere Buschfeuer beobachten konnten. Diese meist durch

Blitze ausgelösten Feuer sind momentan ein großes Problem in Namibia. Wir fuhren viele Kilometer neben abgebrannten Flächen.

Im Etosha wurden vor einigen Tagen an die 100 Großtiere (Elefanten, Giraffen, Nashörner) bei einem riesigen Brand getötet. Die Anzahl der getöteten anderen Tiere geht in die Hunderte.

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