2011.10.19. – SAN-Day

Wir wissen, dass heute Mittwoch ist, aber der Titel bezieht sich auch nicht auf den Wochentag in irgendeiner Sprache, sondern wir verbrachten ein paar Stunden bei den SAN. Die SAN (normaler weise bezeichnet man sie als ‚Buschmänner‘) Leben üblicherweise in der Kalahari und behalten auch heute noch weitgehend ihre ursprüngliche Lebensform hat.

In der Nähe unserer Farm betreiben sie in Zusammenarbeit mit einer anderen Farm ein Schaudorf.

Eine Großfamilie der SAN – im Moment 10 Erwachsene und 9 Kleinkinder –wohnt abwechselnd in diesem Dorf um Touristen ihr Dasein näherzubringen.

Wie kritisch man auch immer solchen zur Schau Stellungen von Menschen gegenüber steht, dieses Projekt sichert vielen SAN die Grundausstattung für Bildung und medizinischer Versorgung.

Für die ca. 100 Km bis zum SAN-Dorf (ja ‚in der Nähe‘ hat in Namibia eine etwas andere Dimension) fuhren wir auf sehr gut ausgebauten Pisten knapp 1 ½ Stunden. Am Parkplatz empfing uns Johannes und stellte sich als unser heutiger Tourguide vor. Dann holte der den ‚Boss‘ (dass ist der beste Jäger im Dorf) und mit ihm und einem 12-jährigen Jungen (ab diesem Alter dürfen sie mit zum Jagen gehen) begannen wir den ‚Bushwalk‘. Über eine Stunde führten sie uns rund um ihr Dorf und zeigten uns verschiede Tierspuren und deren Ausscheidungen, Wasserlöcher, Wohnhöhlen, Pflanzen und natürlich wie man Feuer macht und Fallen stellt.

Auch einige Felszeichnungen bekamen wir zu Sehen. Diese waren die Kommunikationszentralen der damaligen Zeit. Tierspuren aufgezeichnet, signalisierten dem nächsten Jäger welche Tiere es hier zu erjagen gab. Menschen mit Körben auf dem Kopf aufgezeichnet, zeigten den Nachfolgenden, dass der aktuelle Stamm das Gebiet nun verlassen hat und sein Jagdgebiet für den nächsten Stamm freigibt.

Zurück im Dorf hatten sich mittlerweile alle Bewohner auf dem ‚Dorfplatz‘ eingefunden. Sie zeigten uns wie sie Schmuck und Seile herstellt.

Dann kam der ‚Showact‘. Ein paar Lieder wurden angestimmt und dazu getanzt. Anschließend meinten sie, sie hätten nicht gut getanzt, da sie diese Tänze sonst nur in der Nacht und in ihrer gewohnten Umgebung wirklich gut ausführen können.

Wir verabschiedeten uns und fuhren zurück auf unsere Farm wo wir die Zeit bis zum Abendessen damit verbrachten uns ausgiebig auszuruhen.

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