2011-11-05 – it’s all over now

Nun ist eine faszinierende Urlaubsreise zu Ende. Wir sind zwar physisch wieder zurück, psychisch sind wir aber noch in Namibia. Oft ertappen wir uns, dass wir im Gedanken durch die endlosen Weiten fahren oder die farbenprächtigen Sonnenuntergänge genießen oder die vielfältige Tierwelt bewundern.

Viel haben wir über Namibia gelesen und gesehen und daher eine gewisse Erwartungshaltung aufgebaut. Und diese Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen.

Wir können daher jedem der nicht unbedingt auf Ballermannurlaub steht, Namibia als Urlaubsland empfehlen. Nicht jedoch ohne sich vorher gründlich über dieses Land zu informieren!

Unserem ‚1/2 Resüme‘ brauchen wir eigentlich nichts hinzuzufügen. An diesen Eindrücken hat sich auch während der zweiten Hälfte unseres Urlaubs nichts Wesentliches geändert.

Wir haben die Zeit in Namibia jedenfalls jeden Tag genossen und hoffen, den einen oder anderen auch mit dem Namibia-Virus infiziert zu haben. Wer Fragen hat, kann sich gerne bei uns melden. Wir haben während des Urlaubs auch einige Kontakte geknüpft, die Reisenden gute Tipps geben können.

Allen Blog-Leserinnen und -Lesern ein Danke für die zahlreichen Klicks ( 2.691 insgesamt, 280 am stärksten Tag – Stand 05.11.11/24:00). Wir hoffen, dass doch der eine oder andere interessante Blog- bzw. Bildeintrag dabei war.

Und wie immer ein ‚sorry‘ für Rechtschreib- bzw. Ausdrucksfehler. Die Einträge entstanden meist nachts kurz vor dem schlafen gehen, und unsere Konzentrationsfähigkeit war zu diesem Zeitpunkt schon schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Zum Schluss möchten wir uns bei einigen Personen bedanken ohne denen der Urlaub nicht so geworden wäre wie er geworden ist:

Lydia und Franz – die uns mit dem Namibia-Virus angesteckt und mit Karten und Tipps    versorgt haben.

Marianne und Gerhard – die immer ein waches Auge auf unsere Wohnung haben und uns ein sorgenfreies Reisen ermöglichen.

Doris und Helmut – jedes unserer Treffen war ein Erlebnis, aber leider zu kurz. Bis zum nächsten Mal.

Hendrik, Steffi und ihre Eltern – zwei unvergessliche Tage die wir mit ihnen verbringen konnten.

Sabine und Alex – Gastgeber wie man sie sich nur wünschen kann

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2011.10.31 – Flug München nach Wien

Nun saßen wir am Gate und warteten bis wir den letzten unserer drei Flüge Richtung Heimat antreten konnten.

Das Erlebnis beim Securitycheck und das nebelige, nasskalte Wetter hebten auch nicht unsere Ferien-Ende-Weltuntergangsstimmung. So reizte uns nicht einmal die kostenlose Airport-Lounge und wir saßen die Zeit bis zum Aufruf unseres Fluges still und deprimiert bei unserem Gate.

Positiv zu erwähnen ist, das es hier Gratiskaffe gibt und für Automatenkaffee schmeckt er gar nicht so schlecht. Im halb vollen oder sagt man halb leeren Flugzeug gab es ein kleines Toblerone als

Snack, aber was will man bei einer Flugzeit von 45 Minuten schon anderes erwarten.

Und wie alle anderen Flüge die wir auf unserer Reise absolviert hatten, war auch dieser sehr pünktlich beim Abflug und zu früh bei der Landung. Die Passkontrolle war auch gleich erledigt. Die Koffer und wir kamen gleichzeitig im Baggageclaim an und vom Zoll war weit und breit nichts zu sehen.

Dafür sahen wir im Ankunftsbereich schon Gerhard der uns wieder abholte. Aber nicht nur das, Marianne und Gerhard hatten den Kühlschrank aufgefüllt, für frisches Schwarzbrot und Milch gesorgt und sich auch sonst mehr als normal üblich um uns, die Wohnung und das Auto gekümmert. Wieder einmal ein GROSSES DANKESCHÖN an die Beiden.

Der Rest des Tages ging mit auf-, weg- und zusammenräumen drauf und ganz hinten im Hinterkopf wird bereits an den morgigen Arbeitstag gedacht.

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2011.20.31. – Flug Johannesburg nach München

Nun saßen wir am Gate und warteten bis wir den zweiten unserer drei Flüge Richtung Heimat antreten konnten. Wir hatten noch eine knappe Stunde bis zum Aufruf unseres Fluges Zeit. Zuerst wollten wir in die Diners-Lounge, aber die war zu weit weg und das hin- und herlaufen zwischen Gate und Lounge hätte die Zeit zu einem erholsamen Aufenthalt in der Lounge zu kurz werden lassen. So vertrieben wir uns die Zeit mit Handy-Spielen und dem Beobachten von Menschen. Besonders wunderten wir uns darüber, dass an zwei benachbarten Gates die Passagiere, obwohl sie ja bereits Pass- und Sicherheitscheck hinter sich hatten, jeder einzeln ziemlich intensiv durchsucht wurden und auch jedes Handgepäck wurde nochmals ausführlich manuell kontrolliert. Als wir die Zielorte der an den zwei Gates wartenden Menschen hörten, waren wir nicht mehr verwundert – es waren New York und Washington. Alles ist möglich bei den Ami’s.

Genau nach Plan wurde unser Flug aufgerufen und als wir in der Maschine zu unseren Plätzen kamen war die Enttäuschung groß. Obwohl wir einen Platz am Fenster gebucht hatten, saßen wir nun in der Vierersitzreihe in der Mitte. Wir saßen zwar zusammen hatten aber zum Gang je einen Nachbarn. Dies wollten wir unbedingt verhindern, da es die ohnehin sehr beschränkte Bewegungsmöglichkein in einem Flugzeug noch weiter einschränkt. Das folgende Essen, Rindfleisch mit Kartoffelpüree für Edith und Hühner-Pasta für Franz entschädigten etwas.

Mittlerweise waren die ersten zweieinhalb Flugstunden der geplanten 10 3/4 Stunden vergangen und die meisten Passagiere schliefen bereits. Einige sahen sich auf den mitgebrachten Laptops

Filme an, andere nutzten das Entertainmentsystem des Flugzeuges zum spielen, Filme ansehen oder Musik hören und mindestens einer schrieb sogar die fehlenden Einträge zu seinem Blog.

Auch die restlichen Stunden vergingen irgendwie und ca. zwei Stunden vor der Landung in München gab es Frühstück: Eierspeis mit Speck, Obstsalat, Kipferl, Butter und Marmelade.

Nach einer sanften Landung ging auch dieser ebensolche Flug zu Ende – und das noch etwas vor der geplanten Ankunftszeit.

Nach einer langen Wanderung durch scheinbar endlose Gänge kamen wir zur Passkontrolle. Zwei Minuten Wartezeit und eine Minute Kontrolle und schon waren wir durch. Um die Ecke war gleich die

Sicherheitskontrolle für unseren Weiterflug. Ein davor positionierter Mann vom Bodenpersonal fragte uns nach unserem Flugziel. Dann deutete er auf unser Extrasackerl mit Schnaps und Marmelade

aus dem Windhuker Duty-Free und meinte: "einchecken oder wegschmeißen". Wir erklärten ihm, dass wir die Waren in einem Duty-Free gekauft haben und das Sackerl noch original verschlossen ist.

Worauf er trocken meinte, dass dies für den EU-Raum zwar ok wäre, aber außerhalb der EU gilt diese Regelung nicht. Wir packten unsere zwei Rucksäcke, die wir als Handgepäck mit haben so um, dass in

einem Rucksack nun alles drinnen war (als Handgepäck) und in den zweiten packten wir die Windhuk-Sachen. Dann ging es zum Check-In. Ein bisschen vorgedrängt und schon standen wir vor einer netten Dame die unsere Daten eingab. Daraufhin meinte sie, dass wir bereits jeder ein Gepäckstück aufgegeben haben und jedes weitere Stück 50 Euro kostet. Das war uns dann doch zu viel und wir versuchten uns durch die Sicherheitsschleuse zu schwindeln. Wir legten alles auf das Förderband und wurden gefragt ob wir Flüssigkeiten dabei hätten. Wahrheitsgemäß antworteten wir, dass wir eben Getränke und Marmelade im Duty-Free gekauft hätten. Und schon passierte der Rucksack diese Hürde. Dann passierte der Rucksack die Röntgenkontrolle und diese Dame fragte das gleiche und wir antworteten das gleiche. Auch sie ließ den Rucksack passieren, deutete aber einer Kollegin sich das Gepäckstück nochmals anzusehen. Diese Dame öffnete den Rucksack sah sich den Inhalt und die Herkunft des Sackerls an und fragte: ‚einchecken?‘, wir: ’nein‘, sie ‚also wegschmeißen!‘. Drehte sich um nahm unsere Sachen und warf sie routiniert und achtlos in einen Mülleimer. Verdattert und grantig (auf die EU und uns selber) schlichen wir davon und beweinten innerlich die verlorenen Sachen.

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2011.10.31 – Flug Windhuk nach Johannesburg

Nun saßen wir am Gate und warteten bis wir den ersten unserer drei Flüge Richtung Heimat antreten konnten. Pünktlich wurde unser Flug aufgerufen und nun wussten wir,

das unser Urlaub endgültig zu Ende ist.

Wir marschierten über das Flugfeld zu unserer Maschine die um 17:20 starten und um 19:00 in Johannesburg landen sollte. Angerollt ist die Maschine um 17:15, abgehoben um 17:30 und gelandet um 18:40 und angedockt um 18:50. Zwischen Abflug und Landung gab es einen sehr ruhigen Flug. Obwohl es nur ein kurzer Flug war, wurde ein komplettes Abendessen serviert. Entweder Rindfleisch oder Hühnergeschnetzeltes. Wir entschieden uns beide für das Huhn-Menü. Vor der Landung kam dann Stress auf.

Der Pilot kündigte bereits den Sinkflug und die bevorstehende Landung an. Dabei hatten die meisten Passagiere noch nicht fertig gegessen bzw. den letzten Fluggästen wurde erst das Essen serviert. Wir waren zwar mit dem Hauptgang schon fertig, schlangen aber jetzt unser Käsebrötchen und den Schokokuchen hastig hinunter um mit dem Essen fertig zu sein bevor die Flugbegleiter wieder alles abservierten. Knapp ging es sich bei uns aus, aber einigen Passagieren wurde das Tablett während des Essens weggenommen.

Die Landung war problemlos, ebenso die Pass- und Sicherheitskontrolle in Johannesburg.

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2011.10.31. – der letzte Tag

Kurz vor 7:00 wurden wir von unserem natürlichen Wecker – drei kleine aber dafür umso lautere Vögel – geweckt. Unser Blick ging vom Bett aus über die Terrasse auf die nahegelegenen, bereits im

hellen Sonnenlicht liegenden Bäume und Sträucher.

Wehmütig, traurig und nicht sehr motiviert krochen wir aus den Betten. Nach der Morgentoilette ging es für ein paar Minuten auf die Terrasse um die jetzt noch frische Morgenbrise vor der aufkommenden Gluthitze zu genießen.

Da sich nun auch unsere Magennerven wach und leicht knurrend meldeten, gingen wir ins Haupthaus um wieder ein ausgezeichnetes Frühstück (u.a. mit geräuchertem Kuduschinken und Zebrasalami) zu uns zu nehmen.

Am Nebentisch saß ein Paar das gestern erst in Windhuk angekommen und von uns ‚alten‘ Hasen einige Tipps haben wolle. Das war ein grober Fehler ihrerseits. Wir schütteten sie natürlich bereitwillig mit unseren Geschichten zu und nach ungefähr einer Stunde saßen sie ziemlich zerredet am Tisch bevor sie ungewöhnlich rasch aufstanden, ihre Sachen packten, alles ins Auto verluden und ihre Rundreise begannen. Ob wirklich unser Redefluss an dem schellen Aufbruch schuld war? Wir glauben eher, dass es die Freude auf das Kommende war – zumindest reden wir uns dies so ein.

Nun wurden die restlichen Sachen gepackt, gezahlt und über den letzten Kilometer Piste (den wir sehr vorsichtig und langsam fuhren) ging es auf die Teerstraße in das nur 20 Km entfernt gelegene Windhuk.

Ein bewachter Parkplatz war bald gefunden (aber man gibt dem Wachmann doch noch ein kleines Trinkgeld, um einem eventuellen ‚Reifenschaden‘ vorzubeugen) und flanierten die Hauptstraße (Independent-Avenue) entlang und erstanden in einem Shop drei Hemden für Franz. Edith ging leider leer aus, was ja sonst nicht vorkommt. Nach dem Besuch eines Internet-Kaffee’s, um den Blog zu aktualisieren, ging es die ca. 40 Km zum Flughafen.

Gespannt fuhren wir zu Budget um unser Auto zurückzugeben. Natürlich waren sie über die vielen Reifen auf der Ladefläche verwundert und so mussten wir zuerst dem Auto-Check-Assistenten und dann dem Auto-Check-Chef unsere Reifengeschichte erzählen. Beide sagten ’no Problem‘ und wir sollten zum Budgetschalter in der Abflughalle gehen. Dort angekommen erzählten wir die Geschichte ein drittes Mal und füllten eine Schadensformular aus – also die Geschichte nun ein viertes Mal aber diesmal schriftlich. Auch der Schalter-Assistent und der Schalter-Chef, der aus der zweiten Reihe

alles mitgehört hatte, sagten ’no Problem‘ und dass wir das Geld in ca. zwei Wochen auf unserem Konto haben würden. Wir haben damit auch ’no Problem‘ – wenn es dabei bleibt.

Unser nächster Weg führte uns zum ‚Tax-Refund‘. Wir hatten ja am Ankunftstag und auch heute ein paar Hemden und Shirts gekauft und wollten natürlich die Mehrwertsteuer zurück haben. In einer Koje saß eine Herero-Frau, leicht an ihrer Tracht zu erkennen, die wegen ihrer Masse, locker über 100 Kg, schwer vor sich hin atmete. Sie gab uns ein Formular zum ausfüllen. Nach unseren Eintragungen wollte sie die gekaufte Ware auch sehen. Edith hatte natürlich schon die entsprechenden Anweisungen vorher gelesen und die gekauften Sachen in ein Extrasackerl bzw. Extratüte ganz oben in den Koffer gepackt. Ein kurzer Blick der kurzatmigen Dame und schon setzte sie Unterschrift und Stempel auf das Formular. Das Geld selbst bekamen wir aber immer noch nicht.

Das bekommt man erst nach einchecken, Pass- und Sicherheitskontrolle. Alle diese Stationen absolvierten wir erstaunlich unproblematisch und schnell. Gegenüber unserem Gate befand sich der ‚Tax-Refund-Auszahlungsschalter‘. Zwei Damen an zwei Terminals arbeiteten hinter einer Glasscheibe an diesem Schalter. Wir gaben Formular und Rechnungen der linken Dame. Die tippte etwas ins das Terminal, zeichnete das Formular ab und gab es der rechten Dame. Diese kontrollierte nochmals Formular und Belege, unterzeichnete ebenfalls das Formular und gab es der linken Dame zurück. Nach diesem Damen-Beleg-Ping-Pong hatten wir 203 Nam.Dollar (ca. 20 Eu) zu bekommen. Die linke Dame schob uns zwei Hundertdollarscheine durch den Schlitz der Glastrennwand und auf unsere fragenden Blick nach den restlichen 3 Dollar, antwortete sie, bevor wir noch unsere Fragen artikulieren konnten, mit einem: ‚It’s ok so, bye, bye‘. So ließen wir die Frage nach den 3 Dollar Frage sein und trollten uns mit den 200 Dollar weg vom Schalter hin zum Duty-Free um das Geld dann gleich via ein paar Geschenken der namibischen Wirtschaft zu Gute kommen zu lassen.

Kurz darauf wurde es ganz ernst. Unser Flug von Windhuk nach Johannesburg wurde aufgerufen.

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2011-10-30 – and now the end is near

Mit der gestrigen Leo- und Gepardenshow haben wir unser Programm hier in Nambia beendet. Da unser jetziges Quartier kurz vor Windhuk liegt, hatten wir eigentlich für heute noch eine geführte Stadtrundfahrt inklusive der Townships geplant.

Aber da Windhuk nicht so voller Sehenswürdigkeiten ist und es uns sehr widerstrebt in den Townships arme Leute und Elendsquartiere zu fotografieren wie die Tiere am Wasserloch, haben wir umdisponiert. Statt Stadtrundfahrt war heute Entspannung angesagt. Langes, gemütliches und vor allem sehr gutes Frühstück, etwas Augenpflege, etwas Herumliegen am Pool, etwas Augenpflege, etwas Urlaubsfotos anschauen, etwas Augenpflege, etwas Sitzen auf der Terrasse bei Kaffee und Rock Shandy, leider Koffer packen, etwas Ausruhen und dann fit machen für das finale Namiba-Abendessen.

Da gab es Tomatensuppe, Salat, Kudusteak mit Kartoffelgratin und als Nachspeise Apfelmuffin mit Vanillesauce und Schlagobers. Alles war von ausgezeichneter Qualität und schmeckte auch vorzüglich. Nur die Tomatensuppe wurde von Franz nach einer kleinen Verkostung wieder weggestellt, während Edith die Suppe sehr schmackhaft fand.

So gestärkt ging es ab zur letzten Nacht in diesem wunderbaren Land mit dem Vorsatz irgendwann wieder zu kommen.

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2011.10.29. – Wilde Straßen, wilde Katzen

Die Fahrt nach Düsternbrook verlief vorerst ganz gut. Erst als wir von der Hauptstraße auf die Piste zur Farm einbogen ging es los. Zuerst war die Piste noch einiger Maßen gut doch schon bald gab es immer wieder größere Schlaglöcher.

Ob das jetzt die ganzen 18 Km bis zum Farmhaus so weitergeht? Nein! Denn die Piste wurde immer schlimmer. Die großen und heftigen Regenmengen der Regenzeit haben deutliche Spuren hinterlassen. Steine wurden ausgewaschen und lagen nur halbverdeckt im Sand herum, tiefe Quer- und Längsspuren und immer wieder tiefe Löcher erschwerten das Weiterkommen. Dreimal mussten wir durch kleinere, knietiefe Wasserläufe furten. Endlich erreichten wir und das Auto unbeschädigt die Farm.

Auf der Farm wollten wir nicht übernachten, sondern an der täglichen Leopardenfütterung teilnehmen. An der Rezeption erledigten wir die Anmeldung und bekamen sogar noch das Passwort für den WLAN-Zugriff. Da wir noch etwas Zeit hatten, wurden Emails abgerufen und der Blog ergänzt.

Nun kamen drei Jeeps und die Touristenmeute nahm Platz und schon ging es in das nahe gelegene, einige Hektar große, Leopardengehege. Kurz nach dem Eingang sahen wir schon den Leoparden unter einem Baum liegen. Unser Fahrer stoppte unter einem Baum, legte Fleisch auf einen der Äste und beeilte sich wieder schnell ins Auto zu kommen. Bald darauf erhob sich der Leopard, kam schnell zum Baum und kletterte flink zum Futterplatz hinauf. Dort verschlag er rasch die kleinen Fleischstücke und hüpfte dann gewandt wieder vom Baum herunter. Immer wieder warf der Fahrer dem Leoparden

Fleischbocken zu. Die wurden immer geschickt gefangen und gierig verzehrt. Und das alles kaum fünf Meter von unseren Autos entfernt. Ein tolles Gefühl einem so prächtigen Tier so nahe sein zu können.

Weiter ging es ins nächste Gehege wo schon zwei Geparden auf ihr Futter warteten. Diese waren, im Gegensatz zum Leoparden, nicht wild, sondern konnten vom Fahrer gestreichelt werden. Auch diese Katzen bekamen Fleisch zugeworfen, dass sie elegant auffingen und sofort verschlangen. Auch wenn es nun schon die dritte Gepardenfütterung war die wir hier in Namibia gesehen haben, es fasziniert uns immer wieder diese eleganten Tiere so hautnah zu sehen.

Nach dieser tierischen Angelegenheit ging es zuerst wieder über die abenteuerliche Farmpiste, dann auf Asphalt zu unserm letzten Quartier, zur ‚Immanuel Wilderness Lodge‘. Ein kurzer Rundgang durch die gepflegte Anlage, Bezug der etwas kleinen, aber sehr geschmackvoll in afrikanischem Stil eingerichteten Wohneinheit, Dusche und ein exzellentes Abendessen und schon war auch dieser Tag viel zu schnell vorbei.

Dies ist jetzt unsere letzte Station und unsere Stimmung ist nicht gerade am Höhepunkt. Wir hätten kein Problem noch einige Zeit in diesem Land zu verbringen.

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2011.10.29. – Holzschnitzkunst und Steffi

haben wir heute gesehen. Erst genanntes war geplant und kostenpflichtig, zweit genanntes ungeplant aber kostenlos.

So nun der Reihe nach.

Nach einem emotionalem Abschied von Sabine und Alex, den Besitzern der Weaevers Rock Farm, ging es in rund zwei Stunden Fahrt die 220 Km nach Okahandija. Dort gibt es sowohl am Ortsbeginn als

auch am Ortsende einen Holzmarkt. In Zelten bieten hier die Einheimischen ihre vielfältigen Holzschnitzarbeiten an. Alex empfahl uns den Markt am Ortsausgang da es hier einen bewachten Parkplatz, ein Kaffeehaus und eine Tankstelle gibt.

Am Parkplatz angekommen kam gleich ein Mann von der Security und nach etwas Bakschisch versicherte er uns, ganz besonders auf unser Auto zu achten. Zwischendurch beobachteten wir wie andere, neu angekommene Touristen gleich vom Fahrzeug weg von den einheimischen Verkäufern über die Straße zu den jeweiligen Verkaufszelten eskortiert wurden. Wir gingen freiwillig über die Straße und waren schon bald von der Verkäuferschar umringt. Jeder wollte uns in sein Zelt schleppen und jeder versicherte uns, dass nur er die beste Ware und die günstigsten Preise hat.

Ein Zelt nach dem anderen besuchten wir und fast überall das gleiche Angebot. Die Verkäufer achteten genau auf uns. Sobald wir auf einen Gegenstand deuteten hatte er ihn schon in der Hand pries die

Ware in höchsten Tönen und ritze den Preis auf seine Haut. Somit hatten wir es weiß auf schwarz. Nun ging das Handeln los und da wir von Manuela und Rob (Danke liebe Kinder) schon einiges gelernt

haben (es aber sicher noch immer nicht so gut können wie die Beiden) bekamen wir die Sachen zu einem halbwegs passablen Preis.

Zuerst wollten wir alle Zelte besuchen, doch es waren ihrer und der Verkäufer zu viele, sodass wir nach ca. einem Viertel der Zelte unsere Tour abbrachen. Außerdem hatten wir ohnehin schon die geplanten Sachen eingekauft.

Etwa erschöpft vom Einkaufsbummel und noch verfolgt von einigen Verkäufern flüchteten wir über die Straße und fanden uns kurz darauf im vis-a-vis gelegenen Kaffeehaus wieder. Ein Rock-Shandy

(unser neues Lieblingsgetränk), Kaffee und ein Schokogugelhupf mit Schokosauce liesen uns bald wieder zu Kräften kommen. Jetzt brauchten wir nur mehr einen Bankomaten und eine Toilette um

unseren Weg wieder fortsetzen zu können.

Der Bankomat an der Tankstelle war schnell gefunden, das Geld problemlos behoben und schon ging es um die Ecke zum stillen Örtchen. Diesen Namen machte es aber bald keine Ehre, dann als wir

um besagte Ecke bogen und zufällig in eines der geparkten Autos schauten, gab es ein riesen Tamtam. In diesem Auto saß nämlich Steffi, die Besitzerin der Omburu-Ost-Farm, auf der wir vor einigen Tagen waren und auf der wir uns so unheimlich wohl gefühlt hatten. Wir hin zum Auto, Steffi heraus aus dem Auto und mit großem Hallo und Umarmungen wurde das unerwartete Wiedersehen

gefeiert. Leider musste Steffi bald wieder mit den neuen Gästen im Auto die Heimfahrt antreten, aber wir waren trotzdem alle froh einander so schnell wieder gesehen zu haben. Da das Örtchen jetzt

wieder still war, stand einem Besuch desselben und der baldigen Weiterfahrt zu unserem nächsten Ziel, der Düsternbrook-Farm nichts mehr im Wege.

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2011.10.28. – Auffi, Auffi…

ging es heute Vormittag. Nach einer kurzen Anfahrt (nur 60 Km) gelangten wir an den Fuß des Waterberges. Nach Bezahlung der Eintrittsgebühr parken wir unser Auto und machten uns zu

Fuß auf den 40 minütigen, steilen Aufstieg. Der weg war meist mit Steinbrocken übersät und führte teilweise am Abbruch des Berges entlang.

Leider war die Markierung sehr mangelhaft, sodass wir eine Abzweigung verpassten und plötzlich auf der einen Seite vor unüberwindlichen Felsblöcken und auf der anderen Seite vor einer tiefen Schlucht standen.

Wir gingen wieder ein Stück zurück bis wir die richtige Abzweigung endlich fanden. Genau an dieser Stelle begegneten wir einem österreichischen Ehepaar, die auch an dieser Abzweigung vorbei laufen wollten. Sie waren natürlich froh, dass wir sie auf den richtigen Weg aufmerksam gemacht haben. Gemeinsam erklommen wir nun das steilste Stück bis auf das Plateau des Waterberges.

Von hier hatten wir einen grandiosen Ausblick auf die umliegende Ebene. Nach einer kurzen Rast bei der wir unsere Namibia-Erfahrungen austauschten, ging es auf einer anderen, noch steileren Route wieder zum Parkplatz zurück.

Kurz vor dem Parkplatz bogen wir jedoch in den Bird-Watch-Trail ein und hofften einige Vögel beobachten zu können. Hören konnten wir etliche Vögel, doch die versteckten sich sehr gut in dem dichten Geäst. Bei der Hälfte des Weges verließen wir den Trail und machten uns wieder auf den Weg zum Parkplatz, setzten uns ins Auto und fuhren zurück in unser Quartier.

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2011.10.27. – Wasser, Meteorit und Feuer

Heute war wieder ein heftiger Standortwechsel angesagt. Von unserem ‚Zeltlager‘ knapp außerhalb des Etosha-Nationalparks hatten wir um die 400 Km zur ‚Weavers Rock Guestfarm‘ nahe des Waterberges zurückzulegen.

Da diese Strecke fast durchgehend asphaltiert ist, kamen wir auch rasch voran. Zwischendurch legten wir aber auch Stopps ein.

Der erste war knapp vor Tsumeb. Dort besichtigten wir einen kleinen See, den Lake Otjikoto (=tiefes Loch). Der ist deshalb interessant, weil er in grauer Vorzeit ein Höhlensee war bis die Decke der Höhle einstürzte und der See nun plötzlich frei lag. Außerdem liegen auf dem Grund des See’s (immerhin um die 70-100 Meter) etliche Kanonen, die von den ehemaligen deutschen Besatzern versenkt wurden. Weiters soll daneben auch ein Behälter mit Wertgegenständen auf dem Seegrund liegen – Toplitzsee läßt grüßen!

Danach folgte ein kleiner Spaziergang durch Tsumeb wo wir ein Paar trafen mit den wir auf der Farm Kannan gewohnt haben und die wir dann am Sossusvlei wieder getroffen hatten.

Bei Kaffee und Kuchen wurden Neuigkeiten ausgetauscht, bis wir feststellten, dass wir heute wieder im selben Quartier übernachten werden.

Den zweiten Aufenthalt machten wir in Groot Fontein. Etwas außerhalb der Ortschaft liegt auf einem kleinen, gepflegten Areal der schwerste (oder Zweit-, oder Drittschwerste – darüber gibt es

unterschiedliche Auskünfte) Meteorit -mit über 50 Tonnen – der je auf der Erde gefunden wurde. Einen Meter hoch und drei Meter lang ist dieser Gruß aus dem Weltall, der hier auf der Farm Hoba-West (darum heißt er auch Hoba-Meteorit) in den Zwanziger-Jahren entdeckt wurde.

Knapp vor 18:00 erreichten wir die Weavers Rock Guestfarm. Auf einem abenteuerlichen Weg erreichten wir nach der Anmeldung eine kleine Anhöhe auf der zwei eher unscheinbare Doppelhäuser stehen. Als wir nun unsere Wohneinheit betraten staunten wir nicht schlecht. Wieder ein großes Zimmer, ansprechender Nassraum mit großer Dusche.

Die Wohneinheit ist mit einer kleinen Terrasse ausgestattet, von der wir nicht nur den Sonnenuntergang sondern auch mehrere Buschfeuer beobachten konnten. Diese meist durch

Blitze ausgelösten Feuer sind momentan ein großes Problem in Namibia. Wir fuhren viele Kilometer neben abgebrannten Flächen.

Im Etosha wurden vor einigen Tagen an die 100 Großtiere (Elefanten, Giraffen, Nashörner) bei einem riesigen Brand getötet. Die Anzahl der getöteten anderen Tiere geht in die Hunderte.

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